Peanuts, Kohle Kies & Knete

Off-Topic – ohne Bezug zu Brett- und Kartenspielen – was aber auch mal gesagt werden muss

Die Deutsche Bank hat gerade bekanntgegeben, dass die Boni an führende Banker für 2020 auf fast 2 Milliarden Euro erhöht wurden. Damit quetschen die leitenden Manager das Unternehmen weiterhin wie eine Zitrone aus.

Kohle, Kies & Knete, wer kennt noch das geniale Brettspiel von Sid Sackson, bei dem sich die Spieler am Spieltisch mal so richtig dreist, korrupt und geldgierig zeigen konnten? Ich habe den Eindruck, dass manche Banker, nicht nur von Wirecard, oftmals Spiel und Wirklichkeit verwechseln.

Jan Duscheck von Verdi stellt gegenüber der Frankfurter Allgemeinen fest, dass es nicht darstellbar ist, dass ein und derselbe Konzern auf der einen Seite höhere Boni für die ohnehin sehr gut bezahlten Investmentbanker zahlt und gleichzeitig tausende Stellen abbaut und in den Call Centern den gering bezahlten Mitarbeitern mehr Lohn und ein 13. Monatsgehalt verweigert.

In einem Beitrag des Deutschlandfunks vom 12.03.21 wurde erwähnt, dass die Bonuszahlungen an die Banker in den letzten 10 Jahren bei über 23 Milliarden Euro lagen und die Deutsche Bank im gleichen Zeitraum Verluste von rund 9 Milliarden Euro ausgewiesen hat. Dazu der Branchenanalyst Dieter Hein: “… die Investmentbanker plündern seit Jahrzehnten die Bank aus, was auch auf die Substanz geht …”

Für mich ist dies ein weiteres Puzzleteil im Skandalbild der Deutschen Bank. Erinnert sei dabei u. a. an die Peanuts-Äußerungen von Hilmar Kopper, an das Victoryzeichen von Josef Ackermann im Mannesmann-Untreue-Prozess, an Strafzahlungen in Milliardenhöhe im Zusammenhang mit Zinsmanipulationen (Libor-Skandal), Verwicklungen in US-Subprime-Hypothekengeschäfte, Verstöße gegen das US-Iran-Embargo, Geldwäsche-Vorwürfe der Deutschen Bank in Russland, erhebliche Regelverstöße in Zusammenhang mit Geschäftsbeziehungen zu Jeffrey Epstein und Verstöße gegen das Antikorruptionsgesetz, wie u. a. die Süddeutsche Zeitung vom 10.01.21 berichtete.

Neue Spielregeln zum Digitalen Bildungspakt gefordert: Mehr Open-Source-Anwendungen an Schulen

Off-Topic – ohne Bezug zu Brett- und Kartenspielen – was aber auch mal gesagt werden muss

Ich möchte hiermit auf einen Artikel verweisen, der mir sehr am Herzen liegt. Der Autor Mike Kuketz ist Lehrbeauftragter für IT-Sicherheit an der Hochschule Karlsruhe und Landesbeauftragter für Datenschutz in Baden-Württemberg.

In seinem sehr lesenswerten Blog beschäftigt er sich mit dem Digitalpakt Schule und insbesondere mit sicherheits- und datenschutzrelevanten Themen für Schulen, Betriebe und auch private Anwender. Herr Kuketz plädiert dafür gerade an Schulen vermehrt Open-Source-Anwendungen, wie beispielsweise LibreOffice, zu nutzen.

Ich selbst arbeite seit vielen Jahren mit Open-Source-Software, wie beispielsweise Firefox, Thunderbird, Gimp, VLC Mediaplayer, WordPress, LibreOffice oder Shotcut und habe mit diesen Anwendungen durchweg sehr gute Erfahrungen gemacht.

Mike Kuketz
Microsoft, Google, Apple und Co. aus Bildungseinrichtungen verbannen
Keine Frage, meine Forderung, Microsoft, Google, Apple und Co. aus Bildungseinrichtungen zu verbannen, ist radikal. Mindestens genauso radikal oder vielmehr eiskalt kalkuliert ist das Vorgehen der IT-Konzerne, wenn sie mit ihren Dienstleistungen und Produkten in die Bildungseinrichtungen drängen. Mit diversen Lockvogel-Angeboten … weiterlesen

Das Spiel mit dem Feuer

Off-Topic – ohne Bezug zu Brett- und Kartenspielen – was aber auch mal gesagt werden muss

Böllermüll

Das Umweltbundesamt warnt erneut vor dicker Luft zum Jahreswechsel. Durch die Silvesterknallerei werden jedes Jahr rund 4.500 Tonnen Feinstaub  frei gesetzt. Diese Menge entspricht in etwa 15,5 Prozent der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Feinstaubmenge.

In vielen Städten gibt es mittlerweile Iniativen, die sich für ein Verbot von Böllern und Raketen einsetzen und Ärzte warnen vor Gesundheitsrisiken durch die enormen Feinstaubbelastungen. Wir und viele unserer Nachbarn verzichten deshalb auf Böller und Raketen und wir würden uns freuen, wenn sich dem viele Menschen anschließen.

Spielend für Toleranz

Spielend für Toleranz – Gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit” ist eine Initiative von Udo Barsch (Rezensionen für Millionen), Martin Klein (spielerleben.de) und Harald Schrapers (brett-spiel.de).

Martin Klein positioniert sich klar gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und für ein tolerantes Miteinander. Harald Schrapers möchte ein gemeinsames Zeichen gegen rechte Hetze, gegen Ausgrenzung, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit setzen. Und Udo Bartsch ruft dazu auf, aktiv für Demokratie und Menschenrechte einzutreten.

Dieser Aufruf nach Fairness, Respekt und Rücksichtnahme, nicht nur am Spieltisch, sondern insbesondere in unserer Gesellschaft, wird mittlerweile von sehr vielen Spielern und Spielerinnen unterstützt.

Eine tolle Initiative, der ich mich angesichts zunehmender Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit in weiten Teilen unserer Gesellschaft sehr gern anschließe. Setzen wir ein Zeichen für Demokratie, Toleranz, Weltoffenheit und gegenseitigen Respekt!

Nachtrag 22.03.21: Die rassistische Äußerung eines italienischen Spieleautors führte in den letzten Wochen zu einer Diskussion in den sozialen Medien der Spielebranche. Die SpieleAutorenZunft (SAZ) unterstrich deshalb noch einmal, dass sie sich gegen jegliche Diskriminierung und für eine Kultur der Toleranz einsetzt. Auf Initiative der SAZ soll jetzt eine international besetzte Arbeitsgruppe einen “Codex für Respekt und Verantwortung” erarbeiten. Siehe Presseerklärung der SAZ.